Service
Kostenloser
Call-Back-Service:
Geben Sie uns Ihre Nummer
und wir rufen Sie zurück.
und wir rufen Sie zurück.
Start von Pilotversuch
Privates Unternehmen organisiert die flächendeckende Rücknahme / Entsorgung im Hausmüll ist aufgrund geringer Mengen Quecksilber umweltschädigend
Energiesparlampen benötigen etwa 70 bis 80 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne. Ihre Verwendung senkt daher nicht nur die Stromkosten, sondern schont auch die Umwelt. Letzteres allerdings nur dann, wenn sie auch richtig entsorgt werden: Das Münchner Unternehmen Lightcycle hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein flächendeckendes Sammelnetz für ausgebrannte Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen einzurichten und so die fachgerechte Entsorgung sicherzustellen. In Karlsruhe wird das Abfallmanagementunternehmen CCSP ein entsprechendes Rücknahmesystem entwickeln. Im Auftrag von Lightcycle will CCSP es künftig den Bürgern erleichtern, die Lampen umweltschonend zu entsorgen. Da Energiesparlampen geringe Mengen an Quecksilber enthalten, dürfen sie nämlich nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. „In den nächsten Wochen werden wir zunächst in den größeren Wohnanlagen spezielle feuerfeste Behälter aufstellen“, erklärt der Karlsruher CCSP-Niederlassungsleiter Helmut Meinig. In einem Pilotprojekt, das nun zunächst einmal ein Jahr laufen soll und das mit der Stadt abgestimmt ist, will das Unternehmen etwa 10 000 Familien die Möglichkeit bieten, ihre Energiesparlampen ohne großen Aufwand fachgerecht zu entsorgen. Das Unternehmen wird die Wohnanlagen regelmäßig anfahren und die feuerfesten Behälter entleeren. „Die Energiesparlampen werden in unserer Werkshalle sicher gelagert, bis sie von einem Heilbronner Recyclingbetrieb abgeholt werden“, so der Niederlassungsleiter. Das Rücknahmesystem, das CCSP anbietet, ist kostenlos. „Unsere logistischen Ausgaben bekommen wir von Lightcycle bezahlt“, erklärt er weiter. Bisher können die Karlsruher diese Lampen nur in den beiden Schadstoffannahmestellen der Stadt in der Nordbeckenstraße und in der Maybachstraße oder im Schadstoffmobil abgeben. „Für viele ist es aber wohl zu unbequem, wegen einzelner Glühbirnen lange Fahrten in Kauf zu nehmen“, vermutet Meinig. Ziel von CCSP und Lightcycle ist es daher, das Angebot nach Beendigung des Pilotprojekts auf die ganze Stadt auszuweiten. Denkbar sei, Behälter nach dem Vorbild von Altglas- oder Altkleidercontainern aufzustellen. Meinig geht davon aus, dass pro Jahr und Einwohner eine Energiesparlampe, deren Lebensdauer etwa 10 000 Stunden beträgt, zu entsorgen ist: „In Karlsruhe wären das dann rund 300 000 Stück“, sagt er. Der Karlsruher Umweltbürgermeister Klaus Stapf begrüßt das Angebot des Entsorgungsunternehmens, allerdings nur, „wenn alle Sicherheitsbestimmungen für Mensch und Umwelt eingehalten werden“. Das städtische Umweltamt werde alle Auflagen für den Pilotversuch genau prüfen. Die Stadt selbst sei aus Kostengründen nicht in der Lage, ein flächendeckendes Entsorgungsnetz für die ganze Stadt anzubieten. „Es gibt hohe Anforderungen an die Behältnisse“, meint der Bürgermeister. Die Behälter müssen so konstruiert sein, dass nichts entnommen werden kann, dass nichts zerbricht und dass kein Quecksilber austreten kann. Stapf will die Bevölkerung dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, die Energiesparlampen richtig zu entsorgen, denn „wenn dies nicht geschieht, können große Umweltschäden entstehen“.
Hintergrund: Das Unternehmen Lightcycle
Lightcycle wurde 2006 als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Lampenhersteller gegründet. Es soll keinen Gewinn erwirtschaften, sondern organisiert die bundesweite Rücknahme ausgedienter Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Nach Unternehmensangaben werden pro Jahr etwa 150 Millionen dieser Lampen in Umlauf gebracht. Mehr als 80 Millionen von ihnen – vorwiegend aus privaten Haushalten – landen im Hausmüll. Im Gegensatz dazu gebe es bei Großverbrauchern eine Rückgabequote von 90 Prozent. Lightcycle hat inzwischen fast 1 000 Sammelstellen in Deutschland eingerichtet. So konnte das Unternehmen 2007 rund 35,5 Millionen alte Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen einsammeln. Damit wurden 380 Kilogramm Quecksilber umweltgerecht entsorgt, aus dem wertvollen Lampenglas konnten etwa 25 Millionen neue Leuchtstoffröhren hergestellt werden. me
Artikel aus: "Badischen Neuesten Nachrichten"
Autorin: Martina Maria Erhard
Energiesparlampen benötigen etwa 70 bis 80 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne. Ihre Verwendung senkt daher nicht nur die Stromkosten, sondern schont auch die Umwelt. Letzteres allerdings nur dann, wenn sie auch richtig entsorgt werden: Das Münchner Unternehmen Lightcycle hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein flächendeckendes Sammelnetz für ausgebrannte Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen einzurichten und so die fachgerechte Entsorgung sicherzustellen. In Karlsruhe wird das Abfallmanagementunternehmen CCSP ein entsprechendes Rücknahmesystem entwickeln. Im Auftrag von Lightcycle will CCSP es künftig den Bürgern erleichtern, die Lampen umweltschonend zu entsorgen. Da Energiesparlampen geringe Mengen an Quecksilber enthalten, dürfen sie nämlich nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. „In den nächsten Wochen werden wir zunächst in den größeren Wohnanlagen spezielle feuerfeste Behälter aufstellen“, erklärt der Karlsruher CCSP-Niederlassungsleiter Helmut Meinig. In einem Pilotprojekt, das nun zunächst einmal ein Jahr laufen soll und das mit der Stadt abgestimmt ist, will das Unternehmen etwa 10 000 Familien die Möglichkeit bieten, ihre Energiesparlampen ohne großen Aufwand fachgerecht zu entsorgen. Das Unternehmen wird die Wohnanlagen regelmäßig anfahren und die feuerfesten Behälter entleeren. „Die Energiesparlampen werden in unserer Werkshalle sicher gelagert, bis sie von einem Heilbronner Recyclingbetrieb abgeholt werden“, so der Niederlassungsleiter. Das Rücknahmesystem, das CCSP anbietet, ist kostenlos. „Unsere logistischen Ausgaben bekommen wir von Lightcycle bezahlt“, erklärt er weiter. Bisher können die Karlsruher diese Lampen nur in den beiden Schadstoffannahmestellen der Stadt in der Nordbeckenstraße und in der Maybachstraße oder im Schadstoffmobil abgeben. „Für viele ist es aber wohl zu unbequem, wegen einzelner Glühbirnen lange Fahrten in Kauf zu nehmen“, vermutet Meinig. Ziel von CCSP und Lightcycle ist es daher, das Angebot nach Beendigung des Pilotprojekts auf die ganze Stadt auszuweiten. Denkbar sei, Behälter nach dem Vorbild von Altglas- oder Altkleidercontainern aufzustellen. Meinig geht davon aus, dass pro Jahr und Einwohner eine Energiesparlampe, deren Lebensdauer etwa 10 000 Stunden beträgt, zu entsorgen ist: „In Karlsruhe wären das dann rund 300 000 Stück“, sagt er. Der Karlsruher Umweltbürgermeister Klaus Stapf begrüßt das Angebot des Entsorgungsunternehmens, allerdings nur, „wenn alle Sicherheitsbestimmungen für Mensch und Umwelt eingehalten werden“. Das städtische Umweltamt werde alle Auflagen für den Pilotversuch genau prüfen. Die Stadt selbst sei aus Kostengründen nicht in der Lage, ein flächendeckendes Entsorgungsnetz für die ganze Stadt anzubieten. „Es gibt hohe Anforderungen an die Behältnisse“, meint der Bürgermeister. Die Behälter müssen so konstruiert sein, dass nichts entnommen werden kann, dass nichts zerbricht und dass kein Quecksilber austreten kann. Stapf will die Bevölkerung dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, die Energiesparlampen richtig zu entsorgen, denn „wenn dies nicht geschieht, können große Umweltschäden entstehen“.
Hintergrund: Das Unternehmen Lightcycle
Lightcycle wurde 2006 als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Lampenhersteller gegründet. Es soll keinen Gewinn erwirtschaften, sondern organisiert die bundesweite Rücknahme ausgedienter Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Nach Unternehmensangaben werden pro Jahr etwa 150 Millionen dieser Lampen in Umlauf gebracht. Mehr als 80 Millionen von ihnen – vorwiegend aus privaten Haushalten – landen im Hausmüll. Im Gegensatz dazu gebe es bei Großverbrauchern eine Rückgabequote von 90 Prozent. Lightcycle hat inzwischen fast 1 000 Sammelstellen in Deutschland eingerichtet. So konnte das Unternehmen 2007 rund 35,5 Millionen alte Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen einsammeln. Damit wurden 380 Kilogramm Quecksilber umweltgerecht entsorgt, aus dem wertvollen Lampenglas konnten etwa 25 Millionen neue Leuchtstoffröhren hergestellt werden. me
Artikel aus: "Badischen Neuesten Nachrichten"
Autorin: Martina Maria Erhard
zurück